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Buchhaltung

Umsatzsteuer Facebook Ads: Rechnungen korrekt buchen

Franziska Nachtigall
November 12, 2021
5 min

Wer heutzutage werben möchte, hat Facebook Ads in der Regel fest in seinem Portfolio. Je nach Zielgruppe macht es zumindest testweise Sinn, mit Facebook Ads die Markenbekanntheit zu erhöhen. Wie werden die Werbeausgaben aber buchhalterisch richtig verbucht und welche Besonderheiten sind steuerrechtlich bei Facebook Ads zu beachten? Unser neuer Guide gibt einen Überblick.

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Umsatzsteuer für Facebook-Werbung: Ein Überblick

Facebook-Werbung vereint all das, was Werbetreibende an Werbung im digitalen Umfeld lieben: Einerseits sind die Möglichkeiten sehr vielfältig. Von Anzeigen mit Fotos über Videos bis hin zu Chatbot-Anbindungen macht Facebook alles möglich und bietet eine große Spielwiese für Marketer. Andererseits ist sehr präzises Targeting möglich: Während in der analogen Welt bei jeder Werbeanzeige mit großen Streuverlusten zu rechnen ist, lassen sich in der digitalen Welt exakt die Leute auswählen und anspielen, die mit der Zielgruppe übereinstimmen. Das macht Facebook-Werbung sehr effizient.

Facebook-Umsatzsteuer in Deutschland

Aufgrund der großen Beliebtheit Facebooks als Werbeplattform macht es Sinn, sich die steuerrechtlichen Besonderheiten aus Sicht des Werbenden einmal anzusehen. Die interessanteste fällt schnell ins Auge: Facebook hat – wie viele andere Tech-Unternehmen – seinen europäischen Sitz in Irland, was für das Unternehmen aus Kalifornien vor allem steuerliche Vorteile mit sich bringt.

Für den Werbetreibenden hat das zur Folge, dass Facebook keine Umsatzsteuer erhebt. Damit entfällt die Zahlung der Umsatzsteuer aber nicht einfach: Stattdessen muss der werbende Unternehmer die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Wenn nicht der Leistungserbringer (Facebook) die Umsatzsteuer abführt, sondern der Leistungsempfänger (der Werbetreibende), wird das als Reverse-Charge-Verfahren bezeichnet.

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Reverse-Charge-Verfahren kurz erklärt

Wer in Deutschland ein Produkt kauft oder eine Leistung in Anspruch nimmt, zahlt darauf in der Regel Umsatzsteuer. Die ist entweder 19 oder 7 Prozent hoch und nur auf wenige Produkte wird eine Umsatzsteuer von 0 Prozent erhoben. In der Regel ist es der Leistungserbringer, der die Umsatzsteuer vom Leistungsempfänger einnimmt und schließlich an das Finanzamt abführt.

Anders ist es beim Reverse-Charge-Verfahren: Hier geht die Pflicht zur Abfuhr der Umsatzsteuer an den Leistungsempfänger über. Das passiert in der Regel, wenn der Leistungserbringer seinen Sitz nicht in Deutschland hat. 

Facebook-Werbung buchen: SKR03 und Co.

Wie werden nun aber Facebook-Werbeanzeigen buchhalterisch korrekt verbucht? Entscheidend dafür sind die passenden Konten – und hier besonders im Fokus der Kontenrahmen SKR03. Aber Schritt für Schritt.

Wie Facebook-Werbeanzeigen verbucht werden:

Die Rechnungssumme, die sich aus der Facebook-Rechnung und damit aus dem eingesetzten Werbebudget ergibt, wird im SKR03 als Werbekosten im Konto 4600 (SKR04: Konto 6600) verbucht. Das ist noch selbsterklärend.
Aufwendiger wird es beim Thema Umsatzsteuer aufgrund des bereits thematisierten Reverse-Charge-Verfahrens. Zuerst muss die Höhe der Umsatzsteuer von 19 Prozent berechnet werden: Rechnungsbetrag x 1,19 = Umsatzsteuerbelastung. Das Ergebnis der Rechnung wird nun im SKR03 auf das Konto 1787 (SKR04: Konto 3837) eingebucht. 
Bedingt durch das Reverse-Charge-Verfahren gilt es nun, die Umsatzsteuer wiederum als Vorsteuer geltend zu machen. Dafür ist eine Gegenbuchung erforderlich: Die Umsatzsteuer wird im SKR03 auf das Konto 1577 – abziehbare Vorsteuer – eingebucht (SKR04: Konto 1407). Ist das passiert, ist die Buchung abgeschlossen.

Diese Art der Buchung ist dabei kein Facebook-spezifischer Einzelfall. Für Google Ads gilt beispielsweise das Gleiche. Abgesehen vom erhöhten Zeitaufwand hat das für den Werbetreibenden aber keinen Nachteil.

Facebook-Rechnungen anzeigen: So geht’s

Voraussetzung für das Buchen von Facebook-Kosten ist das Vorhandensein der entsprechenden Belege. Aber wo lassen sich die Facebook-Rechnungen finden? Unter dem Menüpunkt „Werbeanzeigenmanager“ auf der linken Seite oder durch einen Klick auf „Werbeanzeigen verwalten“ erreichen Nutzer den Werbeanzeigenmanager. Hier kann nun der Punkt „Abrechnungs- und Zahlungsmethoden“ ausgewählt werden. Auf der folgenden Seite werden nun alle Rechnungen des Werbekontos übersichtlich dargestellt und sind bereit zum Download. 

Facebook-Rechnungen auf Korrektheit prüfen

Das Finanzamt in Deutschland ist streng – und falsche Angaben oder fehlerhafte Rechnungen können Ärger und aufwendigen Papierkram nach sich ziehen. Deshalb macht es Sinn, vor ihrem Einreichen die Richtigkeit der Angaben zu prüfen. Entscheidend für eine korrekte Rechnung im Falle von Facebook und dem damit verbundenen Reverse-Charge-Verfahren sind die folgenden Angaben:

Geschäftsadresse des Leistungserbringers (Facebook)
Name des Leistungsempfängers
Geschäftsadresse des Leistungsempfängers
Umsatzsteuer-Nummer von Leistungserbringer und -empfänger
Hinweis auf Reverse-Charge-Verfahren

Während die meisten Angaben von Facebook bereits korrekt auf der Rechnung hinterlegt werden, müssen die Werbetreibenden noch ihren Namen, sowie ihre Geschäftsadresse eintragen beziehungsweise nachschauen, ob sie bereits korrekt eingetragen sind. Im Business Manager können die Angaben unter „Einstellungen“ und „Name des Unternehmens“ und „Geschäftsadresse“ kontrolliert werden.

Facebook-Rechnungen buchen über DATEV

Liegen die Rechnungen allesamt korrekt vor, müssen sie noch – wenn vorhanden – in eine entsprechende Buchhaltungssoftware überführt oder anderweitig digital abgespeichert werden, um der Pflicht zur Aufbewahrung nachzukommen. Je nachdem, welche Buchhaltungssoftware verwendet wird, können die Facebook-Rechnungen über eine Schnittstelle an die Software der Steuerberater weitergegeben werden. Die in Deutschland am häufigsten genutzte Buchhaltungssoftware ist übrigens DATEV.

Mit Moss Facebook-Rechnungen managen

Moss vereinfacht den Prozess der buchhalterischen Abwicklung von Facebook-Rechnungen erheblich. Bereits bevor die erste Werbeanzeige erstellt wird, unterstützt Moss: Mit Hilfe einer virtuellen Firmenkreditkarte kann das Facebook-Werbekonto eröffnet werden. Die virtuellen Firmenkreditkarten können mit einem festen Budget versehen werden, sodass Facebook nicht mehr Geld abbuchen kann, als darauf hinterlegt. Mit der Karte ist es außerdem einfacher denn je, Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, solche Zahlungen zu tätigen – und das Unternehmen behält gleichzeitig die Kontrolle.

Wird am Monatsende die Umsatzsteuervoranmeldung fällig, erinnert Moss Nutzer automatisch daran, fehlende Belege einzureichen – wie zum Beispiel Facebook-Rechnungen. Durch den Reminder geraten die Rechnungen nicht in Vergessenheit und können vom Mitarbeiter schneller bei Facebook herunter- und in der Moss-App wieder hochgeladen werden.

Und dank der bereits angesprochenen DATEV-Schnittstelle können die Rechnungen schnell und sicher dem Steuerberater bereitgestellt werden. 

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Unsere digitalen Angebotedienen lediglich zur Information und stellen keine rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Alle Inhalte werden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Sie ersetzen jedoch keine verbindliche Beratung und verstehen sich ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Wir übernehmen keine Haftung. Für eine individuelle Beratung, konsultiere bitte einen Rechtsanwalt oder Steuerberater.

FAQ

Wie wird Facebook-Werbung versteuert?

Wann bucht Facebook immer ab?

Was muss auf einer korrekten Facebook-Rechnung stehen?

Wie verbuche ich die Rechnungen von Facebook?

Wo finde ich die Facebook-Rechnungen?